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Bessere Zeiten?

Waldmüller und das Wiener Biedermeier

Biedermeier – viel zitiertes und oft diskutiertes Wort unserer Tage: Macht sich ein bürgerlich-idyllischer Lebensstil in unserer Gesellschaft breit? Was ist Biedermeier eigentlich? Ist ein Blick auf diese Epoche ein Blick auf bessere Zeiten? Die neue Sonderausstellung im Oberen Belvedere erzählt von der Zeit der Metternich’schen Restauration, der Stärkung des Bürgertums und seinem gleichzeitigen Rückzug aus der Sphäre politischer Verantwortung ins Private.

Die Habsburgermonarchie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Französische Revolution und Napoleon haben sie in ihren Grundfesten erschüttert – durch Repression versucht sie die alte Stärke wiederzuerlangen Das Bürgertum gewinnt ein neues, bis dahin ungekanntes Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht die Familie, das sprichwörtliche häusliche Glück. Gleichzeitig ziehen sich deren Protagonistinnen und Protagonisten aus dem politischen Leben zurück.

Dies war das Ausgangsszenario für eine neue Stilrichtung: das Wiener Biedermeier. Die scheinbare Idylle des Privaten wurde zum herrschenden Ideal. Darstellungen häuslichen Lebens kehrten zunehmend in die Kunst ein. Die Salonkultur hatte Hochkonjunktur. In der bildenden Kunst wurden in dieser Zeit Familienporträts, Einblicke in die beschauliche Heimeligkeit oder Blumenbilder beliebt. Die heimatliche Landschaft als Ort der Identifikation wurde zum gefragten Motiv.

Dennoch blieb die Kunst auch in dieser Zeit nicht gänzlich unkritisch: Darstellungen von vermeintlich beschaulichen oder anrührenden Szenen kippen bei genauerer Betrachtung in ihr Gegenteil. Armut, und gesellschaftliche Ausgrenzung sind die „versteckten“ Themen der Biedermeiermalerei.

Kurator Rolf H. Johannsen widmet sich in dieser Ausstellung Sein und Schein einer für Wien und seine Kunstgeschichte prägenden Epoche.

Mit Werken von Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich von Amerling, Rosalia Amon, Josef Danhauser, Thomas Ender, Peter Fendi, Pauline Koudelka-Schmerling, Carl Schindler, Franz Steinfeld, Adalbert Stifter u. a.

Kuratiert von Rolf H. Johannsen.

 

 

Die Ausstellung ist wegen Renovierung vom 27. Oktober bis 10. Dezember 2021 eingeschränkt zugänglich. Wir bitten um ihr Verständnis!

Tickets

Regulär
Regulär
€ 15,90 statt € 18,00 vor Ort
Senior_innen ab 65
Senior_innen ab 65
€ 13,40 statt € 15,50 vor Ort
Studierende unter 26
Studierende unter 26
€ 13,40 statt € 15,50 vor Ort
Kinder und Jugendliche unter 19
Kinder und Jugendliche unter 19
€ 0,00
Besucher_innen mit gültiger Vienna City Card
Besucher_innen mit gültiger Vienna City Card
€ 14,50
Menschen mit Behindertenausweis/ Assistenzpersonen
Menschen mit Behindertenausweis/ Assistenzpersonen
€ 3,00
Gruppe ab 10 Personen
Gruppe ab 10 Personen
€ 15,90

Oberes Belvedere

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag
10 bis 18 Uhr
Adresse

Oberes Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien
Österreich

In Kooperation mit
Impressionen

Video

 

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Viel Vergnügen!

 

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