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Dame mit Fächer

Gustav Klimt und Ostasien

Das letzte Damenporträt der Wiener Malerikone: Verführerisch und erstaunlich selbstbewusst blickt Gustav Klimts Dame mit Fächer in die Ferne. Das farbenprächtige Gemälde aus dem Spätwerk des Künstlers ist nach mehr als einhundert Jahren erstmals wieder in Wien zu sehen. In einer zweiteiligen Sonderausstellung begibt sich das Belvedere auf die Spuren des Gemäldes – den ersten Teil bildet die Gegenüberstellung mit Werken Klimts aus seiner letzten Schaffenszeit, den zweiten Teil die Auseinandersetzung mit den stilistischen Einflüssen aus Ostasien auf das Werk des Künstlers.

Kuratiert von Markus Fellinger.

#GustavKlimt #DamemitFächer

Tickets

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Senior_innen ab 65
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Kinder und Jugendliche unter 19
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Menschen mit Behindertenausweis/ Assistenzpersonen
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€ 3,00
Gruppe ab 10 Personen
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€ 15,90

Oberes Belvedere

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag
10 bis 18 Uhr
Adresse

Oberes Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien
Österreich

In Kooperation mit
Impressionen

Zur Ausstellung

Kurz nach Gustav Klimts Tod 1918 entstand im Atelier des Künstlers eine Fotografie – abgebildet sind zwei Gemälde auf je einer Staffelei: Dame mit Fächer und das unvollendete Werk Die Braut. Während Die Braut schon länger als Leihgabe im Belvedere zu sehen ist, kommt nun mit dem Damenporträt ein wichtiges Bild für die Gesamtpräsentation von Gustav Klimts Lebenswerk nach Wien. Das Belvedere zeigt eine faszinierende Schau zur letzten großen Schaffensphase der Wiener Ikone.

Dame mit Fächer war das letzte Bild, an dem Klimt im Laufe des Jahres 1917 arbeitete – bis auf wenige Details konnte er es noch fertigstellen. Während auf den meisten seiner Porträts Damen der Gesellschaft abgebildet sind, hat Klimt hier wahrscheinlich ein unbekanntes Modell gemalt. Das Motiv ist die Variation eines seiner Lieblingsthemen: der „schönen Wienerin“. Das verführerische Spiel der unbekannten Frau – vermutlich eine Tänzerin – wirkt selbstbewusst und souverän. Mit erhobenem Kopf, entblößter Schulter und nackter, vom Fächer verdeckter Brust blickt sie den Betrachter_innen entgegen.

Bislang war Dame mit Fächer in Wien nur ein einziges Mal ausgestellt: vor über hundert Jahren in der Kunstschau 1920. Zeitweilig befand sich das Bild in der Sammlung Rudolf Leopolds. Es wurde 1981 in Tokio und 1992 in Krakau öffentlich gezeigt.

Nun kehrt das Gemälde nach Wien zurück. Im Oberen Belvedere wird es im Rahmen einer zweiteiligen Sonderausstellung präsentiert.

Der erste Teil der Schau zeigt Dame mit Fächer im Kontext der späten, unvollendeten Werke von Gustav Klimt. Zu sehen sind unter anderem die Gemälde Die Braut, Amalie Zuckerkandl, Adam und Eva oder Dame in Weiß.

Ab Oktober wird die Ausstellung adaptiert und um eine weitere Komponente ergänzt: Das neue Kapitel beleuchtet Klimts Affinität zu ostasiatischen Kunststilen und zeigt auf, wie sich diese im Werk widerspiegeln. Dame mit Fächer. Gustav Klimts letzte Werke macht den Aufbruch des Malers in eine neue Schaffensphase kurz vor seinem Tod nachvollziehbar.

Teil 1: Gustav Klimts letzte Werke

Gustav Klimts Arbeitsraum im Atelier Feldmühlgasse 11, Wien 13, mit den (unvollendeten) Gemälden Die Braut und Dame mit Fächer, 1918
© ONB/Wien Bildarchiv 94884-E, Foto: Moriz Nähr

Zu sehen bis 1. Oktober 2021

Kurz nach Gustav Klimts Tod 1918 entstand im Atelier des Künstlers eine Fotografie – abgebildet sind zwei Gemälde auf je einer Staffelei: Dame mit Fächer und das unvollendete Werk Die Braut. Während Die Braut schon länger als Leihgabe im Belvedere zu sehen ist, kommt nun mit dem Damenporträt ein wichtiges Bild für die Gesamtpräsentation von Gustav Klimts Lebenswerk nach Wien. Das Belvedere zeigt eine faszinierende Schau zur letzten großen Schaffensphase der Wiener Ikone.

Dame mit Fächer war das letzte Bild, an dem Klimt im Laufe des Jahres 1917 arbeitete – bis auf wenige Details konnte er es noch fertigstellen. Während auf den meisten seiner Porträts Damen der Gesellschaft abgebildet sind, hat Klimt hier wahrscheinlich ein unbekanntes Modell gemalt. Das Motiv ist die Variation eines seiner Lieblingsthemen: der „schönen Wienerin“. Das verführerische Spiel der unbekannten Frau – vermutlich eine Tänzerin – wirkt selbstbewusst und souverän. Mit erhobenem Kopf, entblößter Schulter und nackter, vom Fächer verdeckter Brust blickt sie den Betrachter_innen entgegen. Der erste Teil der Schau zeigt Dame mit Fächer im Kontext der späten, unvollendeten Werke von Gustav Klimt. Zu sehen sind unter anderem die Gemälde Die Braut, Amalie Zuckerkandl, Adam und Eva und Dame in Weiß.

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Teil 2: Gustav Klimt und Ostasien

Foto: Erwin Böhler / Courtesy of the Michael Huey and Christian Witt-Dörring Photo Archive

Zu sehen ab 7. Oktober 2021

Bereits ab den 1890er-Jahren beschäftigte sich Gustav Klimt mit ostasiatischer Kunst. Zunächst vor allem an japanischer Kunst interessiert, wandte er sich in späteren Jahren chinesischen, koreanischen, persischen und indischen Stilen zu. Klimt übernahm aus der Kunst dieser Länder nicht nur dekorative Motive, sondern auch kompositorische Aspekte. Er studierte typische Farbkombinationen und übertrug sie in seine Gemälde.

Dame mit Fächer ist vor allem von der chinesischen und der japanischen Kunst geprägt. In eine chinesische Robe gehüllt, versteckt die Dargestellte sich kokett hinter einem bemalten Fächer. Im Hintergrund ist eine gelbe Tapete mit charakteristischen Motiven zu sehen: der chinesische Phönix, der Kranich, der Goldfasan und die Lotusblume sind als Glückssymbole in der ostasiatischen Kunst allgegenwärtig. Eine weitere Anlehnung an japanische Malerei ist die Dame mit Fächer selbst: Bijin-ga – Bildnisse schöner Berühmtheiten, etwa Geishas, im japanischen Farbholzschnitt – besaß auch Klimt in seiner umfangreichen Sammlung asiatischer Artefakte.
Klimt war wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka und andere Künstler aus seinem Kreis Mitglied des Wiener Instituts für Kulturforschung. Die 1915 gegründete Institution propagierte eine pazifistische, egalitaristische Weltkultur und lehnte die Idee der kulturellen Überlegenheit des Westens ab, die zu dieser Zeit weitverbreitet war. Diesen Anspruch repräsentieren auch Klimts Gemälde, in denen sich europäische und asiatische Bildtraditionen gleichwertig zu einer harmonischen Symbiose verbinden.

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