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Dürerzeit

Österreich am Tor zur Renaissance

Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer, Jörg Breu – große Namen wie diese finden sich unter den Zeitgenossen von Albrecht Dürer (1471–1528), die um 1500 und in den folgenden Jahrzehnten in Österreich tätig waren. Ihre Werke, die in der Übergangszeit von der Spätgotik zur Renaissance entstanden, zeugen vielfach von einem neuen künstlerischen Selbstverständnis. Das Belvedere widmet dieser bislang wenig beachteten Epoche der österreichischen Kunst eine umfassende Ausstellung.

Kuratiert von Björn Blauensteiner.

 

#Dürerzeit

Unteres Belvedere

Öffnungszeiten
Derzeit
geschlossen
Adresse

Unteres Belvedere
Rennweg 6
1030 Wien
Österreich

Zur Ausstellung

Die Wende zum 16. Jahrhundert war geprägt von gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen, die sich auch in der Kunst jener Zeit widerspiegeln. Deutlich waren noch Reminiszenzen der ausklingenden Gotik spürbar, als die Errungenschaften der italienischen Renaissancekunst auf dem Gebiet des heutigen Österreich Einzug hielten. In diesem Spannungsfeld wurden Kunstwerke zunehmend von Funktionen befreit, die ihnen im Mittelalter zugedacht waren: etwa die Bewahrung eines Andenkens, die Belehrung der Gläubigen oder die Förderung der Andachtsübung. Das künstlerische Selbstbewusstsein der Meister begann sich zu festigen. Die ästhetische Wirkung der Objekte trat in den Vordergrund, und ihre Schöpfer etablierten sich mehr und mehr als Künstler in einem modernen Sinne. Ihre Werke legen Zeugnis von einem neuartigen Interesse an der Wirklichkeit ab. So entstanden auch auf dem Gebiet des heutigen Österreich mathematische Perspektivkonstruktionen, minutiöse Naturschilderungen und psychologisierende Porträts. 

 

Künstler und Werke

Präsentiert werden Werke aus dem eigenen Bestand, die teilweise aufwändig für die Ausstellung restauriert wurden, aber auch zahlreiche Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen, darunter Bilder von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer, Jörg Breu oder Jacopo de’ Barbari. Darüber hinaus werden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Medaillen von weniger bekannten Meistern gezeigt, die das hohe Niveau der Produktion in den österreichischen Werkstätten jener Zeit erfahrbar machen.

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